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I. Vorwort:
Vor ca. 5 Jahre habe versucht, dieses Buch zu kaufen. Ein Buch, das den HUGO Award und den NEBULA Award erhalten hat, sollte eigentlich verfügbar sein. Fehlanzeige. Es gab werde eine deutsche, noch eine englische Ausgabe. Es war Glückssache, diese Buch überhaupt gebraucht zu erstehen. Durch Zufall habe ich es dann in einem englischen Buchlanden erstanden. Ich dachte, es wäre eine gute Möglichkeit, den etwas nervigen Verkäufer zur Ruhe zu bringen, indem ich ihn einfach nach diesem Buch frage. Zu meiner Verblüffung hatte er tatsächlich dieses Buch. Inzwischen war es neu aufgelegt worden. Nach dieser Wartezeit waren meine Erwartungen natürlich sehr hoch - vielleicht zu hoch .....
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II. Inhalt:
Robinette Broadhead, von seinem maschinellen Psychiater Sigfrid von Shrink auch Rob, Bob oder Robbie genannt, wächst in den 'food-mines' in den USA auf. Dort gewinnt er im Lotto und erkauft sich damit ein Ticket nach Gateway, einer seit langer Zeit verlassenen Alienbasis der Heechee (Alien-Rasse). Diese Station verfügt über einige hundert Schiffe (für jeweils ein bis fünf Personen), mit denen man Reisen in die unerforschten Weiten des Alls unternehmen kann. Der Haken an der Sache ist, dass der Pilot nicht weiß, wohin genau die Reise geht und ob er jemals zurückkehrt.
Ziel dieser Reisen ins Ungewisse sind Artefakte dieser alten Zivilisation. Für den Finder stellen sie die Motivation der waghalsigen Reisen dar. Werden diese gefunden, stellen sie eine garantierte Einkommenquelle dar. Ganz oben auf der Wunschliste der Piloten steht 'full medical', ein sündhaft teurer Versicherungsstatus, der alle Operationen oder medizinischen Betreuungen garantiert - vom Darmaustausch bis zur neuen Lunge.
Die Situation der Piloten auf Gateway ist die des russischen Roulette. Die Quote der Überlebenden ist niedrig. Ein Drittel der Schiffe kehrt nicht zurück. Erfolglos kehr der Protagonist von seinen beiden ersten Flügen zurück und überlegt sich, ein drittes Mal zu fliegen. Die Geschichte beginnt.
III. Struktur/ Schreibstil:
Der Aufbau des Buches ist ganz interessant. Abwechselnd wird die Vergangenheit auf Gateway (der Raumbasis) und die Gegenwart beschrieben. Dabei handelt die Gegenwart ausschließlich von Gesprächen zwischen Rob und seinem künstlichen Psychiater Sigfried, dem Rob seine Gefühle und Neigungen nach und nach offenbart. Für den Leser erhellt sich so nach und nach die Persönlichkeit Broadheads. Positiv ist die Beschreibung der Situation auf Gateway. Obwohl das Buch in den '70er Jahren geschrieben wurde, wirkt sich dies nicht negativ auf die Vorstellungen aus, die durch die Beschreibung von Raumschiffen, etc. hervorgerufen wird. Dies mag z.T. auch daran liegen, dass eine Beschreibung ohnehin schwierig ist, denn keiner ist in der Lage, den Zweck bzw. die Bedeutung der Instrumentierung der Raumschiffe auf Gateway zu erklären. Die Funktionen sind den Menschen fremd. Deshalb ist auch eine Beeinflussung der Zielkoordinaten nicht möglich.
IV. Fazit:
Abschließend betrachtet lohnt es sich, das Buch zu lesen. Es gibt allerdings auch bessere SciFi-Bücher, wenngleich nicht besonders viele.
V. Bewertung: 8 / 10 VI. Angaben zum Buch und Autor: Frederik Pohl, Gateway 1976, 313 Seiten ISBN 1-85798818-3
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